Jahreshauptversammlung 29.09.2018

Jahreshauptversammlung des SPD Ortsvereins Trebur

Mit Zuversicht und Optimismus geht die Treburer SPD in die anstehende Bürgermeisterwahl. Bei der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins zeigte sich der wiedergewählte Ortsvereinsvorsitzende Willi Rühl überzeugt, mit Oliver Görlich einen starken Kandidaten präsentieren zu können, der zuhören könne und wisse, was den Treburern unter den Nägeln brenne. „Oliver Görlich bringt große Fach- und Sachkenntnis mit, hat hinreichend Berufs- und Lebenserfahrung und hat sich bereits jetzt mit unglaublicher Ausdauer und Kraft bekannt und beliebt gemacht“, konstatierte Rühl vor den 25 erschienenen Genossinnen und Genossen im Treburer Volkschorheim. Aktuell hat der Ortsverein 122 Mitglieder.

Vorsitzender Rühl nutzte die Gelegenheit für einen Rückblick auf die zurückliegenden Wochen und Monaten. „Was wir in den letzten Wochen hier in Trebur erlebt haben, hat in aller Deutlichkeit gezeigt, was falsch läuft in ganz Deutschland und sogar darüber hinaus“, so Rühl. Der Versuch, das Eigenheim sowie Spielplätze der Gemeinde zu verkaufen, hätte letzten Endes nur wenigen Einzelnen genützt, nicht jedoch der Gemeinschaft, zeigte sich Rühl dankbar über das Engagement der Bürgerinitiative zum Erhalt des Eigenheims sowie der Elterninitiative in Geinsheim und spannte einen breiten Bogen zur Bundes- und Landespolitik: Von den 5,5 Millionen Sozialwohnungen in gemeinnützigem Besitz seien in den zurückliegenden 30 Jahren fast vier Millionen verkauft worden. Somit sei die die derzeitige Wohnungsknappheit und fehlende bezahlbarer Wohnraum berechenbar und vorhersehbar gewesen, so Rühl. „Jetzt wurde es auch in Trebur als verführerisches Argument benutzt, um Eigenheim und Spielplätze für den Wohnungsbau zu verkaufen. Nutzen hätten davon wenige einzelne Investoren gehabt, einen unwiederbringlichen Verlust wieder einmal die Gemeinschaft.“

Die Versammlung griff die Initiative auf und forderte in einem einstimmig verabschiedeten Antrag die SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung auf, den von der Gemeindevertretung gefassten Verkaufsbeschluss für den Spielplatz Mainstraße in Trebur aufzuheben. Der Spielplatz sollte für ein geplantes privates Wohnungsbauprojekt weichen. Nachdem der potenzielle Investor abgesprungen war, ruht jedoch das Projekt. Geht es nach den Sozialdemokraten, wohl für immer.

Mit Blick auf die Gemeindepolitik verlangten die Sozialdemokraten, den Fokus wieder verstärkt auf die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger zu lenken. Zu viel sei in den vergangen Jahren an den Interessen der Menschen in der Gemeinde vorbei gelaufen, kritisierten die Sozialdemokraten. Nötig sei es zwar, weiterhin zu sparen, doch dürfe dies kein Selbstzweck sein. Insgesamt, so die SPD, fehle es in der Gemeindepolitik an Transparenz. Diese wiederherzustellen, müsse eine vordringliche Aufgabe des neuen Bürgermeisters sein, machte Rühl deutlich. Darüber hinaus bedürfe es mehr Wertschätzung gegenüber den ehrenamtlich Tätigen in der Gemeinde.

Als weiteren Antrag an die SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung beschloss die Versammlung, dass das Bürgerhaus in Astheim nach der Wiedereröffnung wieder den örtlichen Vereinen und den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen soll. Für die derzeit dort untergebrachte Bücherei soll ein alternativer Standort gefunden werden. Es sei untragbar, so die Sozialdemokraten, dass es für die Astheimer Bevölkerung mittlerweile so gut wie keine Treffpunkt-Möglichkeiten mehr gebe.

Bei den Vorstandswahlen zeigten sich die Treburer Genossen einmütig. Willi Rühl wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt. Neu als seine Stellvertreter sind Lisa Hartl (Trebur) und Günther Poetsch aus Geinsheim. Egon Hartl verwaltet weiterhin die Kasse, Schriftführer bleibt Peter Kämmerer. Zu Beisitzern wählten die Mitglieder Manfred Nadler und Heinrich Egner.

 

 

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